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@tomkess

12 contributions

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  • Answering:“What can we do today so that life is good for the…”

    Ausbilden. Jeder Betrieb, der heute einen Lehrling nimmt, baut in dreißig Jahren noch Dächer. Und aufhören, Häuser abzureißen, die unsere Enkel gebraucht hätten.

  • Der erste Schritt ist eine Liste: wer im Haus hat Werkzeug, wer hat Zeit, wer hat einen Transporter. Die kann der Mieterbeirat in einer einzigen Sitzung anlegen, dafür braucht es keine Genehmigung. Ich hänge den Zettel selbst ins Treppenhaus.

  • Answering:“What would you start tomorrow if others joined in?”

    Ein Bauteillager: Fenster, Türen, Balken aus Abrissen, eingelagert statt geschreddert. Die Halle habe ich. Ich brauche Leute, die ausbauen, sortieren und einen Katalog führen.

  • Answering:“What works better today than it did five years ago?”

    Lehrlinge fragen wieder nach dem Sinn. Früher galt das als Faulheit. Der Junge, den ich dieses Jahr habe, will wissen, wo das Holz herkommt, bevor er es verbaut. Das macht die Arbeit langsamer und besser.

  • Answering:“What do you need, but rarely ask for?”

    Einen Nachfolger. Ich frage nicht danach, weil es klingt, als würde ich aufgeben. Vier Angestellte, volle Auftragsbücher, und in fünf Jahren mache ich zu, wenn sich niemand findet.

  • Answering:“What are you good at that you'd happily teach someone?”

    Ja: Holzverbindungen ohne Metall. Ich habe eine Werkstatt, Werkzeug und samstags Zeit. Wer ein Regal, eine Bank oder eine Tür bauen will, kann kommen — ich bringe bei, wie man Holz liest, bevor man sägt.

  • Answering:“What should be normal, but doesn't feel that way right now?”

    Normal sollte sein, dass ein Haus repariert wird statt abgerissen. Ich stehe jede Woche vor Balken, die dreihundert Jahre halten würden, und mache sie zu Bauschutt, weil die Rechnung so besser aussieht. Das ist kein Naturgesetz, das ist ein Steuerparagraf.

  • Ich suche seit zwei Jahren einen Nachfolger für meinen Betrieb und finde keinen — nicht wegen des Handwerks, sondern wegen der Übergabe: Banken bewerten mein Lebenswerk als Risiko, kein junger Mensch stemmt die Summe. Tausende Betriebe sterben so. Genossenschaftliche Übernahmen durch die Belegschaft wären ein Weg; die Rechtsform schreckt alle ab.

  • Mein Betrieb hat vier Angestellte, und ich verbringe inzwischen einen ganzen Tag pro Woche mit Dokumentationspflichten. Ich baue Dächer, ich bin keine Verwaltung. Jede neue Vorschrift ist einzeln begründbar und in Summe erdrückend. Bürokratieabbau wäre Handwerksförderung, ganz ohne Fördertopf.

  • Jede Woche reiße ich funktionierende Dachstühle ab, weil Abriss plus Neubau steuerlich besser gestellt ist als Sanierung. Die graue Energie in Bestandsgebäuden ist die vergessene Größe der Klimapolitik. Mein Handwerk könnte klimaneutral sein, wenn das Steuerrecht Erhalt belohnen würde.

  • Angebot: Ich nehme jedes Jahr zwei Jugendliche ohne Schulabschluss als Praktikanten, die bei echten Sanierungen mitarbeiten. Werkzeug und Geduld habe ich. Was ich brauche, ist jemand, der den Papierkram mit den Ämtern übernimmt, daran bin ich beim letzten Mal gescheitert.

  • Ich bin Zimmermann und baue seit 20 Jahren Dachstühle. Auf jedem dritten Dach, das ich decke, ließe sich eine Wohnung ausbauen. Die Eigentümer scheuen Aufwand und Vorschriften. Vorschlag: Die Stadt übernimmt Planung und Genehmigung komplett, dafür wird die Wohnung 15 Jahre preisgebunden vermietet.